Was ist eine Nabenschaltung?

Eine Nabenschaltung wird bei einem Fahrrad als mechanisches Getriebe bezeichnet. Es ist eine Gangschaltung, die in der Hinterradnabe eingebaut ist. Früher waren auch Motorräder damit ausgerüstet, während die heute nur noch für Fahrräder zulässig sind.

Die Nebenschaltung

Die Nebenschaltung

Die Kraftübertragung bei der Nabenschaltung findet über Zahnräder statt, und wenn das Fahrrad mehr als drei Gänge hat, werden verschiedene, sogenannte Planetengetriebe miteinander in der Nabe kombiniert. So entstehen Schaltungen von 2 bis 12 Gängen und mehr. Der Fahrradfahrer bedient diese Mechanik über einen Schalter am rechten Lenkergriff. Es ist kein Treten erforderlich, während der nächste Gang eingestellt wird. Bei den älteren Modellen wird ein kurzes Rückwärtstreten erforderlich, damit ein Gangwechsel vorgenommen werden kann.

Bei der Kettenschaltung basiert die Mechanik auf eine Gangschaltung, die über eine Fahrradkette mit verschiedenen Zähnezahlen, Ritzel und Kettenräder versehen sind. In der Mitte des Fahrrads ist das vordere Klettenblatt angebracht, das mit dem Pedal verbunden ist. Meist gibt es hier drei Zahlenkränze was bedeutet, dass es ein 3-Gang-Fahrrad ist. Auch hier gibt es einen Schalter am Lenkergriff, um die Gänge zu wählen, dass mit einem leichten in die Pedale treten und den nächsten Gang wählen, möglich ist.

Die Vorteile der Nabenschaltung im Vergleich mit der Kettenschaltung sind

 

  • relativ wenige Wartung
  • kaum Verschleiß
  • eine geschlossene Bauweise schützt das Getriebe vor Wasser und Schmutz und eine gute Schmierung der Zahnräder ist gewährleistet
  • Gangschaltung kann auch im Stand geschaltet werden
  • kein Abspringen der Kette bei Schaltvorgängen
  • das Hinterrad hat eine symmetrische Einspeichung und verringert die Gefahr der Speichenbrüche

Die Nachteile der Nabenschaltung im Vergleich mit der Kettenschaltung sind

 

  • die Wartung ist, bedingt durch den geschlossenen Bau meist nur durch geübte Mechaniker mit Spezialwerkzeugen möglich
  • anfängliche wahrnehmbare Betriebsgeräusche
  • das Gewicht einer Nabenschaltung ist höher im Vergleich zur Kettenschaltung

Eine Revolution auf dem Fahrradmarkt ist die sogenannte NuVinci Nabenschaltung. In dieser Neuentwicklung werden die Gänge per Drehgriff am Lenker stufenlos nach Wunsch eingestellt und nicht mehr eingelegt. Es ist belastbar und kommt völlig ohne Zahnräder aus. Hier findet die Kraftübertragung über Kugeln statt über zwei unabhängige Drehscheiben, die sich in einem geschlossenen Gehäuse befinden. Beide Scheiben sind mit einem Kugellager verbunden, und wenn die Kugeln sich in der Mitte befinden, laufen beide Scheiben synchron.

Wenn der Drehgriff betätigt wird, um einen anderen Gang einzuschalten, werden die Kugeln nach rechts oder links verschoben und eine neue Über- oder Untersetzung lässt sich einstellen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *